Читаем Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX веков полностью

Wie zwei Sternlein (как две звездочки; der Stern – звезда; das Sternlein – звездочка) innerlich zu sehn (видимые внутренне = которые можно увидеть внутренним оком; innerlich – внутренне, в душе, в глубине души; das Innere – внутренняя часть; внутренний мир человека),

Bis sie schwanken (пока они /не/ заколеблются; schwanken – качаться, колебаться) und dann auch vergehn (а затем тоже пропадут; vergehn – проходить /о времени/, пропадать, погибать),

Wie von eines Falters Flügelwehn (как от веяния крылышек мотылька; der Falter – мотылек; der Flügel – крыло; wehen – дуть /о ветре/; веять).

Doch noch wandl’ ich (однако еще брожу я; wandeln – /высок./ ходить, бродить, шествовать) auf dem Abendfeld (по вечернему полю; das Feld – поле),

Nur dem sinkenden Gestirn gesellt (в сообществе лишь с закатным светилом; das Gestirn – /небесное/ светило; sinken – погружаться; заходить /например, о солнце/; sich gesellen – присоединяться /к кому-либо/; der Geselle – подмастерье; товарищ);

Trinkt, o Augen, was die Wimper hält (пейте, о глаза, сколько: «что» удержит ресница; halten – держать),

Von dem goldnen Überfluss der Welt (от золотого преизбытка мира; golden – золотой; das Gold – золото; der Überfluss – изобилие, избыток; fließen – течь; überfließen – переливаться /через край/)!

Abendlied
Augen, meine lieben Fensterlein,Gebt mir schon so lange holden Schein,Lasset freundlich Bild um Bild herein:Einmal werdet ihr verdunkelt sein!Fallen einst die müden Lider zu,Löscht ihr aus, dann hat die Seele Ruh;Tastend streift sie ab die Wanderschuh,Legt sich auch in ihre finstre Truh.Noch zwei Fünkchen sieht sie glimmend stehn,Wie zwei Sternlein innerlich zu sehn,Bis sie schwanken und dann auch vergehn,Wie von eines Falters Flügelwehn.Doch noch wandl’ ich auf dem Abendfeld,Nur dem sinkenden Gestirn gesellt;Trinkt, o Augen, was die Wimper hält,Von dem goldnen Überfluss der Welt!

Theodor Fontane

(1819–1898)

Mittag

Am Waldessaume (у кромки леса; der Wald; der Saum) träumt die Föhre (мечтает/видит сны сосна; der Traum – сновидение; мечта),

Am Himmel weiße Wölkchen nur (на небе – лишь белые облачка; der Himmel; die Wolke – облако; das Wölkchen – облачко),

Es ist so still (так тихо), dass ich sie höre(что я ее слышу),

Die tiefe Stille der Natur (глубокую тишину природы).

Rings Sonnenschein (кругом солнечный свет) auf Wies’ und Wegen (на лугу и дорожках; die Wiese; der Weg, die Wege),

Die Wipfel stumm (верхушки немы; der Wipfel), kein Lüftchen wach (ни дуновения; die Luft – воздух; das Lüftchen – ветерок; wach – бодрствующий, разбуженный),

Und doch (и все же), es klingt (звучит = слышно), als ström’ ein Regen (как будто струится дождь; der Regen; strömt – струится; als ströme – будто/словно струится; der Strom – поток)

Leis tönend (тихо звуча/звеня) auf das Blätterdach (на лиственную крышу; das Blatt, die Blätter – лист; das Dach, die Dächer).

Mittag
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