Читаем Ночная песнь странника. Из немецкой лирической поэзии XVIII, XIX, XX веков полностью

was Gott erschuf (что сотворил Бог; schaffen – творить, создавать),

den Skythen die Bügel (скифам – стремена; der Bügel)

dem Hunnen den Huf (гунну – копыто) —

nur nicht fragen (только не спрашивать),

nur nicht verstehn (только не понимать);

den Himmel tragen (небо несут),

die weitergehn (/те/ кто идут дальше/продолжают идти),

nur diese Stunde (только этот час)

ihr Sagenlicht (его сказочный свет; die Sage – сказание, сага; das Licht – свет)

und dann die Wunde (и потом/и кроме этого рана),

mehr gibt es nicht (больше /ничего/ нет).

Die Äcker bleichen (поля тускнеют; der Acker – поле /пашня/; bleich – бледный),

der Hirte rief (пастух позвал/прокричал; rufen),

das ist das Zeichen (это знак):

tränke dich tief (пропитайся /им/ глубоко; tränken – поить /скот/; пропитывать; насыщать),

den Blick in Bläue (взляд в небеса/в голубизну),

ein Ferngesicht (далекий лик; das Gesicht – лицо):

das ist die Treue (это верность; treu – верный, преданный),

mehr gibt es nicht,

Treue den Reichen (верность /тем/ царствам; das Reich, die Reiche),

die alles sind (которые являются всем),

Treue dem Zeichen (верность знаку),

wie schnell es rinnt (как быстро он ни тек бы),

ein Tausch, ein Reigen (обмен, хоровод; der Tausch; der Reigen; tauschen – менять),

ein Sagenlicht,

ein Rausch aus Schweigen (опьянение/упоение /или: шум/шелест/

из молчания; der Rausch – опьянение; упоение; /уст./ шум, шелест, сравните: Rausch und Tand – мишура, побрякушки; суета; das Schweigen),

mehr gibt es nicht.

Durch jede Stunde —

Durch jede Stunde,durch jedes Wortblutet die Wundeder Schöpfung fort,verwandelnd Erdeund tropft den Seimans Herz dem Werdeund kehret heim.Gab allem Flügel,was Gott erschuf,den Skythen die Bügeldem Hunnen den Huf —nur nicht fragen,nur nicht verstehn;den Himmel tragen,die weitergehn,nur diese Stunde
ihr Sagenlichtund dann die Wunde,mehr gibt es nicht.Die Äcker bleichen,der Hirte rief,das ist das Zeichen:tränke dich tief,den Blick in Bläue,ein Ferngesicht:das ist die Treue,mehr gibt es nicht,Treue den Reichen,die alles sind,Treue dem Zeichen,wie schnell es rinnt,ein Tausch, ein Reigen,ein Sagenlicht,ein Rausch aus Schweigen,mehr gibt es nicht.

Bertolt Brecht

(1898–1956)

Erinnerung an Marie A

(Воспоминание о Марии А.70)

An jenem Tag im blauen Mond September (в тот день, в голубом сентябре-месяце; der Mond – луна, месяц)

Still unter einem jungen Pflaumenbaum (тихо под молодым сливовым деревом; die Pflaume – слива)

Da hielt ich sie (там я держал ее; halten), die stille bleiche Liebe (тихую, бледную возлюбленную: «любовь»)

In meinem Arm (в моих объятиях; der Arm – рука) wie einen holden Traum (как чудный сон/как милое сновидение).

Und über uns im schönen Sommerhimmel (а над нами, в прекрасном летнем небе; der Sommer; der Himmel)

War eine Wolke, die ich lange sah (было облако, которое я долго видел/на которое долго смотрел; sehen)

Sie war sehr weiß (оно было очень белым) und ungeheuer oben (и жутко высоко: «наверху»)

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